Nokia 5.3 im Test: Ein solides Handy, das kaum totzukriegen ist

Als ich das Nokia 5.3 für meinen Test erhalten habe, hatte ich keine speziellen Erwartungen an das Gerät. HMD Global hat bisher vor allem gute Mittelklasse-Handys abgeliefert, so richtig herausgestochen haben sie für mich aber noch nicht. Das schien man nun ändern zu wollen, denn ein Blick auf die Verpackung zeigt: Das Nokia 5.3 soll zwei Tage ohne Ladekabel auskommen. Eine gewagte Aussage.

Überrascht hat mich auch, dass das Nokia 5.3 eine Makrolinse verbaut hat – und das bei einem Preis von 199 Franken. Nicht schlecht! Als Fan von Makrofotografie war ich da natürlich besonders angetan. Doch schreiben kann man viel. Ich habe das Gerät ausführlich getestet und sage euch in meinem Test, ob HMD Global mit dem Nokia 5.3 halten kann, was uns versprochen wird.

Inhaltsverzeichnis

Review: Nokia 5.3 im ausführlichen Test

Das Nokia 5.3 kurz & knackig bewertet


Das gefiel mir

  • Wirkt stabiler als die Glasgehäuse der High-end-Handys
  • Zuverlässiger Fingerprint-Sensor
  • Akku reicht zwei Tage – mindestens

Das gefiel mir nicht

  • Google-Assistant-Button kann nicht neu belegt werden
  • Makro-Linse liefert nur selten gute Fotos

Das ausführliche Fazit findest du nach dem Test am Schluss dieses Beitrags.


Der ausführliche Testbericht zum Nokia 5.3

Über diesen Smartphone-Test
Ich schreibe dieses Review, nachdem ich das Nokia 5.3 zwei Wochen lang im Alltag als mein Hauptgerät genutzt habe. Das Handy selbst wurde mir von HMD Global für den Test zur Verfügung gestellt.

Günstige Materialien, aber einwandfrei verarbeitet

Mit dem Nokia 5.3 bewegen wir uns in der unteren Mittelklasse. Entsprechende Abstriche muss man beim Gehäuse machen. Von vorne kommt das Gerät in etwa so daher, wie man sich das mittlerweile von Nokia-Smartphones gewöhnt ist. Unten und oben gibt es einen sichtbaren Rand, die Selfie-Kamera ist in einer kleinen Notch untergebracht.

Auf der Rückseite begrüsst einem ein eher nüchternes Kunststoffgehäuse. Das sieht zwar nicht unbedingt billig aus, aber hochwertig fühlt sich das aber auch nicht an. Das merkt man vor allem, wenn man das Nokia 5.3 in der Hand hält. Rein optisch hat es HMD Global damit verpasst, ein Gerät zu bauen, dass aus der Masse der günstigen Smartphones heraussticht.

Nokia 5.3 Rückseite mit vier Kameras.
Trotz des Kunststoffgehäuses hat man nicht das Gefühl, einen “Plastikbomber” in der Hand zu halten.

Bei der Verarbeitung gibt es aber nichts zu meckern. Alles wirkt stabil und trotz des niedrigen Preises hat man nicht das Gefühl, dass HMD Global irgendwo durch billige Verarbeitung gespart hat. Das Kunststoffgehäuse hat sogar einen ganz netten Nebeneffekt: Fällt das Handy herunter, ziert nicht gleich ein “Spinnennetz” die Rückseite des Smartphones. Die Angst, sein Smartphone kaputt zu machen, sinkt da natürlich merklich. Ich hatte während des Tests nicht einmal den Drang, mir eine Hülle zu besorgen.

Am rechten Rand befinden sich die Lautstärkewippe und die Standby-Taste mit Benachrichtigungs-LED.
Nokia 5.3 hat einen 3.5 Millimeter Kopfhöreranschluss.
Der Kopfhöreranschluss befindet sich an der Oberseite.
Das Nokia 5.3 fast Dual-SIM und eine externe Speicherkarte für maximal 512 GB.
Links ist der Einschub für bis zu zwei Nano-SIM-Karten und eine microSD-Karte. Die maximale Speichererweiterung beträgt 512 GB.

Das Display? Gut! Der Lautsprecher? Weniger!

Das Nokia 5.3 hat ein HD-Plus-Display verbaut. Das ist okay, aber hier hätte man durchaus ein Full-HD-Display verbauen dürfen. Vor allem auch, da sich das 5.3 nun mit teureren Vorjahres-Mittelklassemodellen der Konkurrenz messen muss, die mittlerweile weniger als 200 Franken kosten und bessere Displays haben.

Insgesamt hat HMD Global aber ein brauchbares IPS-LCD-Display verbaut. Einzig bei der Helligkeitsregelung neigt das Nokia 5.3 dazu, das Display eher etwas Dunkler zu halten. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass man eine möglichst lange Akkulaufzeit erreichen möchte. Dazu lest ihr weiter unten mehr.

Wer mit seinem Smartphone gerne über kabelgebundene Kopfhörer Musik hört, wird sich über einen Klinkenanschluss freuen. Weniger Freude macht dafür der Lautsprecher. Klar, bei 200 Franken kann man keine Wunder erwarten. Wenn die Musik aber hörbar anfängt zu Rauschen, wenn man sie eher leise einstellt, ist das nicht wirklich toll. Als ich dies das erste Mal gehört habe, dachte ich erst, das Lied sei kaputt oder lade nicht richtig. Erst später habe ich gemerkt, dass es am Lautsprecher liegt.

Leistung und Software haben Momente der Schwäche

Wie bei Nokia-Smartphones üblich, ist pures Android vorinstalliert – und sonst gar nichts. Keine zusätzlichen Apps von Drittanbietern noch irgendwelche eigenen Apps von Nokia. So muss das sein! Über Android 10 muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren. Nein, hübsch ist es nicht, aber es funktioniert – und das zählt.

Nokia 5.3 hat die Android-Version 10 mit Android One.

Das Nokia 5.3 kommt übrigens mit Android One: Es werden also mindestens zwei OS-Updates versprochen, sowie drei Jahre Sicherheits-Updates. Wem ein aktuelles Smartphone wichtig ist, ist bei Nokia nach wie vor am besten aufgehoben.

Da hat es mich dann doch etwas überrascht, dass das letzte Sicherheits-Update anfangs März herauskam. Nun ist es bereits der 9. Juni, womit mindestens die Updates für die Monate April und Mai fehlen. Da das Gerät aber erst gerade in den Verkauf kam, drücke ich noch einmal ein Auge zu. Allerdings sollte sich HMD Global nun sputen und die nötigen Updates nachliefern.

Diese Screenshots habe ich am Abend des 8. Juni 2020 gemacht.

Alles läuft flüssig – zumindest fast

HMD Global hat dem Nokia 5.3 einen Snapdragon 665 spendiert. Das ist ein überraschend guter Prozessor für diese Preisklasse. Damit läuft das 5.3 flott, auch wenn es keine Rakete ist. Wer sich schnelle Handys gewohnt ist, wird den Geschwindigkeitsunterschied bemerken – alle anderen aber nicht. Die Apps starten zackig und laufen in der Regel flüssig.

Ich schreibe “in der Regel”, weil es in meinem Testzeitraum tatsächlich vorgekommen ist, dass sich das Nokia 5.3 aufgehängt hat. Insgesamt ist mir das zweimal passiert und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich das Gerät überfordert hätte. Einmal fror es beispielsweise ein, als ich einen neuen Song bei YouTube Music auswählen wollte.

Auch beim Streamen via Google Chromecast gab es mehrere Male Probleme: Wollte ich den pausierten Film wieder starten, meckerte das Handy, es gäbe ein Problem mit der Verbindung. Mit meinem Huawei, das im gleichen Netzwerk operiert, konnte ich den Film Sekunden später aber problemlos starten. Das hat mich dann doch etwas irritiert. Ausgerechnet das native Android zickt beim Streamen via Chromecast rum? Seltsam.

Insgesamt kamen diese Probleme aber zu selten vor, als das es mich wirklich genervt hat. Ich habe auch schon erlebt, dass sich ein Top-Gerät aufgehängt hat, dass dann aber ein deutlich höheres Preisschild hatte.

Fingerprintsensor überrascht positiv

Fingerabdrucksensor des Nokia 5.3.
Der Fingerabrucksensor liegt auf der Rückseite unterhalb der Kamera und ist problemlos erreichbar.

Vom Fingersprintsensor habe ich mir eigentlich nicht viel erwartet. Mittlerweile funktionieren diese eigentlich sehr zuverlässig, aber bei günstigen Handys erlebt man immer mal wieder negative Überraschungen. Nicht so beim Nokia 5.3: Mit Geschwindigkeit kann der Sensor zwar nicht punkten, dafür aber mit Zuverlässigkeit. Tatsächlich hatte ich während meines Testvorgangs nicht einen einzigen Fehlversuch beim Entsperren via Fingerprintsensor.

Selbst, als ich noch etwas feuchte Finger hatte, tat der Fingerprintsensor zuverlässig seinen Dienst. Gemütlich zwar, aber zuverlässig. Damit ist der Sensor – was die Zuverlässigkeit betrifft – sogar besser als beim Nokia 7.2!

Spezifikationen des Nokia 5.3

Display:6.55″ IPS LCD, 720×1600 Pixel
Kamera Rückseite:13 MP f/1,8
2 MP Tiefensensor
5 MP Ultraweitwinkel
2 MP Makro
Selfie-Kamera:8 MP f/2,0
Chipsatz:Qualcomm Snapdragon 665
Masse:164,3 x 76,6 x 8,5 Millimeter
Gewicht:185 Gramm
Material:Gorilla Glass 3, Kunststoffe (Rückseite & Rahmen)
Software:Android 10 (Android One)
Speicher:64 GB intern, max. 512 GB extern (micro SDXC)
SIM:Dual-SIM (Nano)
Schnittstellen:USB-C, 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse
Konnektivität:LTE Cat 4, 802,11 b/g/n/ac, Bluetooth 4,2, GPS/AGPS
Akku:4000 mAh
Farben: Cyan, Sand & Charcoal

Eine solide Kamera mit einem Mackel

In vergangenen Tests hat Nokia immer durch die sehr natürliche Farbwiedergabe bei Fotos überzeugt. Das ist auch beim neusten Mitglied der Nokia-Familie nicht anders. Wer dennoch etwas poppigere Farben möchte, kann den HDR-Modus aktivieren. Dieser ist standardmässig ausgeschaltet, was mir gefallen hat. Hier scheint bei HMD Global wirklich das Fotografiehandwerk im Vordergrund zu stehen und nicht einfach nur möglichst poppige Farben.

Tiefenunschärfe ist endlich gut

Insgesamt habt ihr die Auswahl zwischen fünf verschiedenen Fotomodi:

  • Foto (Ultraweit, Tele, Macro)
  • Porträt
  • Panorama
  • 1:1 (z.B. für Instagram)
  • Nacht

Noch vor einem halben Jahr hatte ich beim Test des Nokia 4.2 die Tiefenunschärfe kritisiert. Vor allem bei Motiven mit filigranen Elementen hatte der Bokeh-Effekt Mühe. Das hat man nun in den Griff gekriegt. Die Tiefenunschärfe überzeugt und wird euch mit schönen Fotos begeistern.

Foto mit Tiefenunschärfe

Nokia 5.3 Kamera mit Tiefenunschärfe.

Vergleich normaler Modus/Ultraweitwinkel

Nokia 5.3 Ultraweitwinkel.

Panoramafoto

Nokia 5.3 Panorama-Foto.

Wenig Licht mag das Nokia 5.3 überhaupt nicht

Das Nokia 5.3 hat mit wenige Licht Mühe. Das zeigt sich deutlich bei der AI-Funktion der Kamera. Diese soll eine Szene automatisch erkennen und die Kameraeinstellungen entsprechend optimieren. Das klappt grundsätzlich gut und auch relativ fix. Aber: Als ich an einem bewölkten Tag (um 13:00 Uhr) ohne Licht in meinem Zimmer ein Testfoto machen wollte, dachte die AI, es sei Nacht. Entsprechend hat mir die AI dann den Nachtmodus vorgeschlagen.

Foto von Luzern, aufgenommen mit dem Nokia 5.3.
Fotos werden an einem bewölkten Tag tendenziell eher unter- als überbelichtet.

Beispiele für den Nachtmodus

Den Nachtmodus des 5.3 könnt ihr eigentlich vergessen. Der ist wohl mehr vorhanden, weil man das heutzutage einfach erwartet. Allerdings nimmt der Sensor des Gerätes so wenig Licht auf, dass die Kamera selbst mit gut ausgeleuchteten Situationen grosse Mühe hat.

Hier sehen wir eine gut ausgeleuchtete Strasse bei Nacht:

Daraus macht der Nachtmodus des Nokia 5.3 folgendes:

Nokia 5.3 Nacht-Modus Beispiele.
Wie ihr seht, ist die Szene auf dem Foto wesentlich dunkler als in der Realität.

Ein weiteres Beispiel anhand der Blumen, die etwas mehr im Schatten liegen:

Obwohl das Nokia mehrere Sekunden belichtet, ist das Foto so dunkel, dass man kaum erkennt, was darauf zu sehen sein soll:

Hier muss man sich vorher also wirklich bewusst sein, dass man mit dem 5.3 kein Kamera-Handy kauft. Wer also viel Fotografiert und Wert auf eine hochwertige Kamera legt, ist bei diesem Handy falsch. Das Nokia 5.3 ist vielmehr ein Gerät für Leute, die einfach ab und an einen Schnappschuss machen. Draussen, wenn es schön hell ist, gelingen nämlich durchaus passable Fotos.

Schrebergarten in Luzern.
Bei klarem Himmel und Sonnenschein liefert die Kamera gute Fotos mit natürlichen Farben.

Die Makrolinse enttäuscht

Das Nokia 5.3 überrascht trotz seines geringen Preises mit einer Makrolinse. Noch vor einem Jahr fand man eine solche fast ausschliesslich in Geräten ab einem Preis von 500 Franken. Dass HMD Global diese nun in einem günstigen Handy verbaut ist natürlich grosse Klasse.

Leider erlitt meine Vorfreude bereits nach den ersten Testfotos einen ordentlichen Dämpfer. Während die Schärfe der Makroaufnahmen noch akzeptabel ist, ist es die Farbgebung überhaupt nicht. Die Aufnahmen wirken blass und sehen teilweise aus, als hätte jemand einen blauen Farbfilter darüber gelegt.

Dieses Foto wurde mit der normalen Linse gemacht. Ihr seht wie schön sattgrün das Farn ist. Natürlich ist das Foto leicht verschwommen, weil diese Linse nicht für diesen Nahbereich gemacht ist.
Nokia 5.3 Makroaufnahme mit der Makrolinse der Kamera.
Dieses Foto wurde nun mit der Makrolinse gemacht. Das Foto sieht aus als hätte man mit Photoshop die Sättigung um einiges reduziert. So blass hat dieses Farn definitiv nicht ausgesehen.
Ebenfalls sieht man gut, wie die Farben in dem Bereich, auf den weniger Licht fällt, merklich dunkler sind. Das ergibt in diesem Fall einen unschönen, harten Farbverlauf.

Auch bei der Makrofotografie macht sich der lichtschwache Sensor bemerkbar: Halbwegs gute Makroaufnahmen gelingen auch nur, wenn die Szenerie wirklich gut ausgeleuchtet ist. So könnt ihr beispielsweise Makroaufnahmen im Schatten eines Baumes vergessen, selbst, wenn es mitten am Tag ist und keine einzige Wolke am Himmel steht. Die Fotos werden dann so dunkel, dass es teilweise schwierig ist, etwas zu erkennen.

Das linke Foto wurde mit der normalen Linse des Nokia 5.3 aufgenommen. Das Foto ist nicht HDR – die Blumen sind wirklich so intensiv gefärbt. Rechts seht ihr das Ergebnis mit der Makrolinse. Die Linse hatte nicht nur Mühe scharfzustellen, sondern es wirkt auch als läge ein leichter Blaufilter über dem Bild.

Wer das Nokia 5.3 wegen seiner Makrolinse in Betracht zieht, sollte sich lieber anderweitig umschauen. Hier liefern das Oppo Reno 2 oder das Huawei P30 um Welten bessere Ergebnisse. Dafür kosten beide Handys aber auch mindestens hundert Franken mehr. Leider zeigt sich, dass eine gute Makrokamera im Preisbereich unter 200 Franken noch Wunschdenken ist. Ich bin aber gespannt, ob HMD Global diesen Weg weiter verfolgt und was günstige Makrolinsen in ein, zwei Jahren leisten.

Videos für das Nötigste

Wer Videos dreht hat nebst dem Videomodus auch die Möglichkeit in Zeitlupe oder Zeitraffer zu filmen. Erfreulich ist, dass man auch im Videomodus im Ultraweitwinkel filmen kann. Auch der Makromodus steht einem hier zur Verfügung, ist aber wegen dessen Qualität mehr ein Gimmick, denn wirklich nützlich.

Wer beim Videomodus auf manuelle Einstellungsmöglichkeiten hofft, wird leider enttäuscht. Bei günstigen Geräten ist das aber auch normal. Immerhin gibt es einen Button, mit dem man während des Filmens ein Foto aufnehmen kann. Das ist ein nettes Detail, das manchmal wirklich nützlich ist. Gezoomt wird übrigens maximal 10-fach digital – im Video wie auch im Fotomodus.

Der Akku läuft und läuft und läuft

Wenn ich beim Nokia 5.3 etwas absolut hervorsticht, ist es definitiv der Akku. Was für eine Laufzeit! Zwei Tage verspricht uns HMD Global auf der Verpackung – und sie haben nicht zu viel versprochen. Ich muss gestehen, ich habe wirklich nicht daran geglaubt. Doch das Gerät hat in meinem Test nicht nur zwei Tage, sondern ein paar Stunden darüber hinaus geschafft. Und ich hab das Gerät dabei regelmässig verwendet.

Nokia 5.3 Akkulaufzeit.
Hier steht jetzt, dass ich das Gerät vor zwei Tagen zuletzt vollständig aufgeladen habe. Tatsächlich rundet die Anzeige aber ab. Zu diesem Zeitpunkt waren es schon mehr als 48 Stunden.
Nokia 5.3: Wie lange hält der Akku?
Wie ihr anhand meiner Nutzungsliste seht, habe ich mich bei der App-Nutzung nicht zurückgehalten. Bluetooth habe ich wegen meinen kabellosen Kopfhörern sogar permanent aktiviert. Ebenfalls hatte ich GPS rund eine Stunde im Einsatz (wegen den Apps “Immobilien” und “Maps”).

Ich kann damit mit gutem Gewissen sagen: Bei normalem Gebrauch wird euer Nokia 5.3 locker zwei Tage durchhalten. Wer sein Handy nur selten braucht wird vielleicht sogar drei Tage schaffen. Ich habe das zwar nicht getestet, kann es mir aber gut vorstellen. Einzig Heavy-User dürften wohl nicht auf zwei Tage kommen. In meinem Fall hat das 5.3 bei richtig häufigem Gebrauch etwa 37 Stunden geschafft. Das ist aber noch immer eine ordentliche Zahl!

Beim Laden ist das Nokia 5.3 dann nicht mehr ganz so spitze. Um wieder auf 100 Prozent zu kommen, braucht man knapp zwei Stunden. Noch vor drei Jahren wäre das eine unglaubliche Zeit gewesen, heute ist das ganz okay. Damit ist das 5.3 auch in dieser Kategorie solide, aber nicht überragend.

Mein Testfazit zum Nokia 5.3

Nokia 5.3 Test-Fazit.

Das Nokia 5.3 ist kein Überflieger. Ein schlechtes Smartphone ist es deswegen aber nicht. Vielmehr hat HMD Global mit dem 5.3 ein solides Arbeitstier abgeliefert, das seinen Dienst – bis auf sehr wenige Ausnahmen – zuverlässig verrichtet.

Fingerprintsensor, Software, Hauptkamera, alles läuft rund und liefert für knapp 200 Franken keinen Grund, sich zu beschweren. Einzig die Makrolinse hätte man sich lieber gespart, hier hat man zu viel gewollt. Schade ist auch, dass man den Google-Assistant-Button noch immer nicht alternativ belegen kann.

Wo das Nokia 5.3 gross auftrumpfen kann, ist bei der Akkulaufzeit. Zwei Tage scheint im ersten Moment übertrieben, doch das Gerät hielt im Test sogar bei regelmässiger Nutzung ohne Probleme zwei Tage durch.

Dann solltest du das Nokia 5.3 kaufen:

Die neusten Smartphone-Features sind dir egal. Du willst ein günstiges Handy für WhatsApp, Internet und um ab und zu ein Foto zu machen? Dann ist das Nokia 5.3 dein Gerät. Als Bonus gibt’s eine traumhafte Akkulaufzeit obendrauf.

Dann solltest du das Nokia 5.3 nicht kaufen:

Wenn du ein Smartphone möchtest, dass sich hochwertig anfühlt, eine überdurchschnittlich gute Kamera hat, mit der man auch bei wenig Licht gute Fotos machen kann.

Diese Alternativen hast du:

Wenn du bereit bist, etwa 50 Franken mehr auszugeben, kriegst du bereits das Nokia 7.2. Dieses hebt sich mit seinem schicken Gehäuse doch schon recht vom 5.3 ab. Wem die Akkulaufzeit nicht ganz so wichtig ist, dafür aber eine möglichst gute Kamera, sollte sich das Huawei P Smart (2019) anschauen.

2 Comments

  • Wie kann man ein NOKIA Handy kaufen, nach allem was der Hersteller sich in Bochum geleistet hat? Schon vergessen … ? Musste googeln … !

    • Nun ja, streng genommen ist das nicht mehr die gleiche Firma.

      Das Startup HMD Global hat die Markenrechte am Namen Nokia. Sie dürfen also Smartphones unter diesem Namen herstellen und vertreiben.

      Der Nokiakonzern selbst, der heute noch unter diesem Namen existiert, stellt keine Smartphones mehr her, sondern nur noch Netzwerktechnologie.

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