Das LG Velvet ist ein richtiger Hingucker – aber reicht das, um im Test zu überzeugen?

LG verpasst seiner Smartphone-Sparte einen Neuanstrich. Den Start macht das LG Velvet. Dieses macht vieles richtig, patzt aber auch beim einen oder anderen Punkt.
LG Velvet Test

In einem virtuellen Pre-Briefing, das LG im Juni veranstaltet hatte, sagte der Konzern, dass man fast das gesamte Smartphone-Portfolio überarbeiten werde. Das erste Handy aus diesem Vorhaben ist nun endlich in der Schweiz angekommen: das LG Velvet. Da ich bereits nach den ersten Konzeptbildern sehr angetan von diesem Smartphones war, habe ich mich früh um ein Testgerät bemüht. Ich kann nur sagen: Meine Bemühungen haben sich gelohnt. Für euch gibt es nun dafür den ausführlichen Test zum neuen LG Velvet.

LG Velvet: Pro/Contra

Das gefiel mir

  • Sehr stylisches Handy
  • Liegt gut in der Hand und ist sehr leicht
  • Tolles Display

Das gefiel mir nicht

  • Ultraweitwinkel dürfte besser sein
  • Zoom enttäuscht
  • Akku aufladen dauert sehr lange

Über diesen Test
Ich schreibe dieses Review, nachdem ich das LG Velvet vier Wochen lang im Alltag als mein Hauptgerät genutzt habe. Das Handy selbst wurde mir von LG Electronics für den Testzeitraum zur Verfügung gestellt.

Eines der schönsten Handys, die 2020 bisher erschienen sind

Gleich als ich das LG Velvet das erste Mal in die Hand nahm, dachte ich: wow! Das Gerät liegt extrem gut in der Hand – und das trotz einer Display-Diagonale von 6.8 Zoll. Das Gerät ist auf der Vorder- und Rückseite exakt gleich stark gebogen, sodass ein symmetrischer Querschnitt entsteht.

Das sieht dann so aus:

LG Velvet SIM-Karte
Hier sieht man gut, wie symmetrisch das Smartphone geformt ist.

Das merkt man extrem. Die spitz zulaufenden Ränder geben einem das Gefühl, man habe ein extrem dünnes Gerät in der Hand. Die schmalen Ränder sorgen auch dafür, dass das LG Velvet sehr fest in der Hand sitzt. Das reduziert die Gefahr, dass einem das Smartphone aus Versehen aus der Hand gleitet um einiges.

LG Velvet Desing Vorderseite
Das Display ist vorne relativ stark abgerundet. Rechts platziert ist der Standby-Button.
LG Velvet Lautstärke-Buttons
Lautstärke-Buttons und Google-Assistant-Taste sitzen links.
LG Velvet USB-C, Kopfhöreranschluss
Was einigen unter euch gefallen dürfte: Das Handy hat einen Kopfhöreranschluss.

Fast noch mehr überrascht hat mich das Gewicht des LG Velvets. Nur 180 Gramm bringt das Handy auf die Waage. Das klingt jetzt nicht nach besonders wenig, doch in Zeiten, in denen Handys gerne mal 220 Gramm wiegen, merkt man den Unterschied schon.

Ein Problem könnte für einige Leute die Grösse des Gerätes werden. Zu den 6,8 Zoll Display-Diagonale kommen oben und unten Ränder, die einen Tick schmaler sein dürften. So hat man dann ein ziemlich grosses Handy in der Hand, das sich einhändig nicht so leicht bedienen lässt. Mich hat das nicht gestört, da ich mir grosse Geräte gewohnt bin. Wer aber kleinere Hände hat, dürfte hier unter Umständen nicht erfreut sein.

Die rückseitige Kamera als Design-Highlight

Vor kurzem hatte ich gerade das Oppo Find X2 Neo getestet und dabei das eher langweilige Design bemängelt. Vor allem beim Design des Kameramoduls war Oppo nicht sehr kreativ. Hier hat LG nun endlich frischen Wind in die langweilige “Kamerabuckellandschaft” gebracht. Mit der Tropfenform, wie LG dieses Design nennt, hebt man sich definitiv von der Masse ab. Etwas schade ist, dass die oberste Linse leicht aus dem Gehäuse herausguckt. Damit liegt das LG Velvet leider nicht flach auf, wenn man es auf den Tisch legt.

LG Velvet Kamera Test
Wie ein Tropfen, der nach unten fliesst und dabei immer kleiner wird; daher der Name Raindrop-Kamera.

Mit seiner Kamera, wenig Gewicht und dem symmetrischen Gehäuse überzeugt das Velvet in der Handhabung als auch im Aussehen. Etwas schade finde ich, dass das schöne Design bei der Farbe Aurora Grau, die mein Testgerät hatte, etwas untergeht. Hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich mich für Weiss entschieden. In Südkorea wurde das Velvet noch in den Farben Rot und Grün veröffentlicht. Ich kann nur hoffen, dass es diese auch bald in die Schweiz schaffen. Die bunten Farben heben das tolle Design sicher noch weiter hervor. Auch eine Dunkelviolette Variante könnte dem Velvet exrem gut stehen. Aber ich schweife ab.

Beim Display lässt das Velvet die Muskeln spielen

LG hat beim Velvet einen richtig scharfen OLED-Screen verbaut. Hier zeigt der Konzern, dass man in Sachen OLED-Display weiss, was man tut. Die Farben sind schön satt und wer möchte, kann das Farbprofil in den Einstellungen sogar komplett anpassen. Weniger Individualität gibts bei der Auflösung – LG setzt hier fix auf 1080 x 2460 Pixel. Damit lässt sich die Auflösung, um Strom zu sparen, nicht herunterschrauben, was etwas schade ist.

LG Velvet Display Test

Ebenfalls verzichten muss man auf eine höhere Bildwiederholungsrate. Das ist jetzt nicht so tragisch. Angesichts dessen, dass Konkurrenzmodelle in einem ähnlichen Preisbereich aber schon 90 Hertz bieten, hätte LG da schon etwas grosszügiger mit der Ausstattung sein dürfen. Wer aber noch nie ein Smartphone mit 90 oder mehr Hertz hatte, wird sich daran aber keinesfalls stören. In meinen Augen ist 90 Hertz (im Moment) sowieso eher ein Bonus denn ein Muss.

Gute Hardware, aber da wäre auch mehr möglich gewesen

Dank der verbauten Hardware liefert das Velvet genug Power, damit man ohne Probleme durch den durchschnittlichen Handy-Alltag kommt. Surfen, WhatsApp, Fotografieren ist alles kein Problem. Alle Apps laufen stets flüssig und ohne Ruckeln. Wer allerdings Wert auf möglichst gute Spezifikationen legt, wird vom Velvet eher enttäuscht. Für aktuell 649 Franken kriegt man auch Smartphones, die einiges mehr an Power unter dem Gehäuse haben. Bestes Beispiel dafür ist das Oppo Find X2 Neo, das ich ebenfalls getestet habe.

LG Velvet Schweiz Test Rückseite

Bei der Konnektivität hat sich LG zum Glück besonnen und einen 5G-Chip verbaut. Der Snapdragon 765G ist in immer mehr Mittelklasse-Smartphones verbaut und macht seine Arbeit tipptopp. Dank diesem Chip wird das LG Velvet zu einem der stylischsten und leichtesten 5G-Handys, das du aktuell in der Schweiz kaufen kannst.

Fingerabdruckscanner dürfte etwas schneller sein

Erfreulich ist auch, dass LG einen Fingerabdruckscanner im Dispaly integriert hat. Für mich gehört das bei diesem Preislevel zum guten Ton. Dieser funktioniert zuverlässig, ist allerdings merklich langsamer als beispielsweise die Scanner von Huawei oder Oppo. Das hat mich vor allem zu Beginn etwas genervt, zumal ich den Finger oft zu früh vom Scanner genommen hatte, weil ich dachte, er erkennt den Fingerabdruck nicht. Erst nach ein paar Versuchen habe ich gemerkt, dass er einfach etwas mehr Zeit braucht, als ich mir das von anderen Smartphones gewöhnt bin.

LG Velvet Fingerabdrucksensor Geschwindigkeit

Somit lässt sich sagen, dass das LG Velvet mit solider Hardware daherkommt, mehr aber auch nicht. Für den durchschnittlichen Handy-Alltag reicht das aber aktuell vollkommen aus.

Android 10 und etwas viel Bloatware

Wie zu erwarten wird das LG Velvet mit Android 10 ausgeliefert. Darüber liegt LGs eigene Benutzeroberfläche LG UX in der Version 9.1. Die Benutzeroberfläche wurde erst gerade mit der Version 9.0 gründlich überarbeitet und kommt jetzt um einiges frischer und moderner daher.

Während meines Testraums konnte ich nichts finden, was mich an der Bedienung genervt hat. Etwas unnötig fand ich dafür, dass das LG Velvet mit verhältnismässig vielen vorinstallierten Apps daherkommt. Klar, zum einen sind das LGs eigene Apps, das ist okay. Aber nebst diesen finden sich vor allem diverse Gaming-Apps von Drittanbietern auf dem Telefon. Mich als Nicht-Gamer haben diese überhaupt nicht interessiert, also musste ich sie erst einmal alle deinstallieren. In so einem Moment lernt man ein Nokia mit seinem puren Android zu schätzen, das ohne jeglichen vorinstallierten Apps daherkommt.

Spezifikationen des LG Velvet

Display:6,8 Zoll OLED (20.5:9)
Auflösung:FHD+ (2460 x 1080, 395 PPI)
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 765G
Arbeitsspeicher:6 GB RAM
Interner Speicher:128 GB
Externer Speicher:Ja (max. 2 TB via microSD)
Akkukapazität:4300 mAh
Kabellos laden:Ja (9 Watt)
Hauptkamera:48 MP Standard (f/1.8)
8 MP Ultraweitwinkel (f/2.2)
5 MP Tiefensensor (f/2.4)
Selfie-Kamera:16 MP (f/1.9)
Video Hauptkamera:4K@30fps, 1080p@30/60fps, gyro-EIS
Video Selfie-Kamera1080p@30fps
Lautsprecher:Stereo
Konnektivität:5G, 4G, 3G, EDGE, GSM
Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth 5.1
GPS, NFC
SIM-Karten-Typ:Single-SIM
Entsperren:Gesicht, Fingerabdruck im Display
Kopfhöreranschluss:Ja, 3.5-Millimeter-Klinkenstecker
IP-Zertifizierung:68 (staub- und wasserdicht)
Masse:167.08 x 74.0 x 7.85 mm
Gewicht:180 Gramm
Farben:Auora Grau, Aurora Weiss
Besonderes:Mit LG Dual-Screen kompatibel
Mit Stylus Pen kompatibel

Eine gute Kamera, aber mit Luft nach oben

LG Velvet Raindrop-Kamera Test
Gut aussehen tut sie, aber die inneren Werte sind ja eigentlich wichtiger, oder?

Ja, das LG Velvet hat eines der schönsten Kameramodule, das du aktuell bei Handys finden wirst. Doch schönes Design nützt natürlich nichts, wenn die Kameraleistung nicht stimmt. Beim Velvet lässt sich sagen: Ja, die Kamera ist gut, aber hat auch noch einige Bereiche, die LG besser machen kann.

Hauptkamera gut, Ultraweitwinkel nicht so

Wer das LG Velvet hauptsächlich für Schnappschüsse braucht, wird mit dem Handy zufrieden sein. Die Farbwiedergabe bei der Hauptkamera ist akkurat und die Bilder wirken scharf. Was mich ein wenig gestört hat, ist, dass der Fokus zwischendurch Mühe hat, zackig scharfzustellen. Das Motiv springt dann im Live-View für einige Momente von scharf zu unscharf hin und her, bis es schliesslich endlich scharf bleibt. Sowas sollte eigentlich nicht passieren, zumindest nicht in dieser Preisklasse.

Passiert das und man drückt genau dann den Auslöser, hat man so ein Foto als Ergebnis:

Schade fand ich auch, dass es keinen Makromodus gibt. Das ist aber nichts, dass man LG vorwerfen kann. Das LG Velvet richtet sich ganz klar an eine Lifestyle-Zielgruppe und diese dürften nur wenig Interesse an Makroaufnahmen haben. Aber es wäre ein cooler Bonus gewesen.

Beispielfotos (zum Vergrössern auf das Bild klicken):

Etwas weniger Freude hatte ich am Ultraweitwinkelmodus. LG war 2016 der erste Handy-Hersteller, der eine solche Linse verbaut hat. Entsprechend habe ich erwartet, dass das LG hier führend bleibt. Leider merkt man beim Velvet davon nichts. Fotos im Ultraweitwinkel sind okay, fallen aber etwas ab. Vor allem bei der Farbwiedergabe der Bilder konnte mich das Gerät nicht überzeugen. Das ist aber ein Problem, mit dem noch relativ viele Hersteller zu kämpfen haben.

Hier zum Vergleich ein Foto mit der Hauptkamera …

LG Velvet 48 MP Kamera

… und eines mit dem Ultraweitwinkel:

LG Velvet Ultraweitwinkel
Keine Angst, das Foto ist nur etwas verschwommen, weil die Beeren zu nahe an der Linse waren und ich auf die Blätter oberhalb fokussiert habe. Der Ultraweitwinkel stellt immer zuverlässig scharf.

Nachtmodus hellt gut auf, ist aber oft leicht verschwommen

Nur Mittelmass ist das LG Velvet beim Nachtmodus. Bei genug Umgebungslicht hellt das Gerät die Bilder schön auf, so dass man mehr erkennt. Doch wenn ein Gerät, bereits bei Tageslicht ab und zu Mühe hat, zu fokussieren, kann das bei Nacht kaum gut gehen. Entsprechend sind Nachtaufnahmen leider immer mal wieder leicht verschwommen. Das ist schade.

Fotos im Vergleich:

Zoom ist eine kleine Katastrophe

Es tut mir immer ein bisschen weh, wenn ich sowas schreiben muss. Vor allem, wenn mir ein Smartphone eigentlich sympathisch ist. Aber leider ist es nun mal so: Der Zoom des LG Velvet ist unbrauchbar. Vor zwei, drei Jahren hätte ich noch darüber hinweggesehen. Mittlerweile ist Zoom aber ein Thema, dass man als Hersteller eigentlich nicht mehr ignorieren kann. Marken wie Oppo oder Huawei stellen hier regelmässig Rekorde auf, was die Zoomqualität betrifft. Selbst in der Mittelklasse bekommt man so Handys, die richtig gut Zoomen, zumindest bis zu einer zehnfachen Vergrösserung. Und das Velvet? Es scheint fast, als hätte LG diesen Trend komplett verschlafen und noch schnell einen Digitalen Zoom eingebaut. Da kann man das Motiv zwar 20-fach vergrössern, doch das Resultat ist ein verwaschenes Pixelmassaker.

Foto mit der Hauptkamera ohne Zoom:

Foto mit zweifachem Zoom:

Foto mit zehnfachem Zoom:

Gute Kamera-App mit spannenden Features

Gefallen hat mir die Kamera-App des LG Velvet. Es gibt unzählige Funktionen, die ihr vermutlich nicht häufig brauchen werdet, aber trotzdem Spass machen. Gelungen fand ich zum Beispiel, dass man den Zeitraffer während der Aufnahme beeinflussen kann. Du kannst also während du filmst, die Geschwindigkeit variieren.

Viele dieser Features sprechen ganz klar eine social-media-affine Zielgruppe an. Beispielsweise könnte ihr via Augmented Reality euer Gesicht mit lustigen Masken “schminken”. Das passt natürlich zum LG Velvet, das ganz klar als Gerät für stilbewusste Personen positioniert wird, die gerne auf Instagram und Co. sind.

LG Velvet Selfie-Kamera
Die Selfie-Kamera bietet bei der Software viele Spielereien.

Etwas, das ich beim LG Velvet sehr geschätzt habe, ist, dass man die Reihenfolge der Kameramodi selbst bestimmen kann. Du kannst also beispielsweise den Porträt-Modus unter “Mehr” versorgen, wenn du ihn kaum brauchst, und dafür die Zeitlupe ins sichtbare Menü holen. Das ist ein simples, aber äusserst nützliches Detail. Wieso machen das nicht mehr Hersteller?

LG hat beim Thema Fast Charging etwas falsch verstanden

Das LG Velvet kommt mit einem Fast-Charging-Adapter. Das ist heutzutage Standard und entsprechend keine Überraschung. Allerdings sieht man anhand des LG Velvet sehr gut, dass jeder Hersteller etwas anderes unter Fast Charging versteht. Im Falle des LG Velvet ist diese Bezeichnung eher ein Witz.

Ich habe das Handy, als es komplett leer war, an den mitgelieferten Adapter angehängt, der angeblich 25 Watt liefert. Die Ernüchterung kam schnell: Nach 131 Minuten war das Gerät gerade einmal bei 73 Prozent. Das ist einfach nur enttäuschend. Insgesamt habe ich so fast drei Stunden gebraucht, um das LG Velvet vollständig zu laden. Das ist weit entfernt von Fast Charging. Ein Gerät von Oppo oder Huawei ist in weniger als der Hälfte der Zeit geladen.

In den nachfolgenden Screenshots könnt ihr sehen, wie lange das Laden dauert. Die voraussichtliche Zeit bis der Akku voll ist, die die Software anfangs angibt, ist schlicht falsch:

Immerhin: Ist der Akku dann endlich mal geladen, hält das Gerät locker mindestens einen Tag durch. Das ist sicher auch der grosszügigen Akkukapazität von 4300 mAh zu verdanken. Es ist wirklich schade, dass LG eine gute Akkulaufzeit durch eine so lange Ladezeit torpediert. Wer möchte, kann das LG Velvet auch noch kabellos laden – ich will aber gar nicht wissen, wie lange das dauert.

Mein Fazit zum LG Velvet

Das LG Velvet ist eines der wohl schönsten Handys, das du aktuell kaufen kannst. Die “Regentropfen-Kamera” auf der Rückseite ist ein Hingucker und die symmetrische Bauform schmiegt sich toll in deine Hand. Auch beim Gewicht überzeugt das Velvet für seine Grösse mit leichten 180 Gramm. Allerdings ist das Gerät mit 6.8 Zoll nicht gerade kompakt, was man vor dem Kauf bedenken sollte.

So schön das LG Velvet ist, bei der Hardware kommt das Gerät leider nicht über ein gut hinaus. Ja, die Leistung reicht locker, um durch den normalen Handy-Alltag zu kommen. Angesichts dessen, dass andere Modelle im gleichen Preisbereich aber mehr Ausstattung bieten, stellt sich natürlich die Frage, was den Kauf des LG Velvet aus Hardware-Sicht rechtfertigt. Am ehesten noch der Bildschirm, der wirklich top ist.

Auch bei der Kamera kommt das Velvet nicht über ein Gut hinaus. Du kannst damit gute Bilder schiessen, kriegst einen (semiguten) Ultraweitwinkel und sehr viele Software-Features zum Experimentieren. Das macht Spass und dürfte viele zufrieden stellen. Wer aber etwas mehr Ambitionen hat, wird mit der Kameraleistung des Velvet wohl nicht vollends zufrieden sein. Vor allem im Bereich des Zooms hinkt das Gerät hoffnungslos hinterher.

Dann solltest du das LG Velvet kaufen:

Wenn du ein Handy möchtest, dass mit seinem Design aus der Masse hervorsticht und gut in der Hand liegt. Die allerbeste Hardware ist dir nicht so wichtig, solange alles flüssig läuft und du gute Fotos machen kannst.

Dann solltest du das Nokia 5.3 nicht kaufen:

Du willst möglichst viel Leistung für dein Geld. Beim Fotografieren möchtest du auch auf einen guten Zoom und Makrofotografie zurückgreifen können – und der Akku sollte möglichst schnell geladen sein.

Diese Alternative hast du:

Das Oppo Find X2 Neo ist so ziemlich das pure Gegenteil des LG Velvet. Optisch eher schlicht (fast schon langweilig), dafür technisch etwas vom Besten, was du in der Preiskategorie von 600 bis 700 Franken bekommst.

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