Ich habe mich verliebt – in das neue Nokia 7.2

Erstmals war HMD Global an der IFA und hat dort eine Keynote gehalten. Ich habe diese sogar live mitgeschaut, obwohl ich das sonst eigentlich nie mache. Aber irgendwie werden mir die Nokia-Smartphones immer sympathischer. Und spätestens als ich das Nokia 7.2 in der Farbe Cyan Green gesehen habe, war es um mich geschehen.

Ist es nicht hübsch?

Nokia 7.2 in Cyan Green
Bild: HMD Global

Bereits als Samsung vor Jahren das Samsung Galaxy S6 in Grün veröffentlicht hatte, sprach mich das sehr an. Damals brauchte ich aber kein neues Handy und nur wegen einer hübschen Farbe ein neues Smartphone kaufen, ist dann doch etwas übertrieben.

Nun ist also mit dem Nokia 7.2 wieder einmal ein grünes Handy auf dem Markt und ich muss sagen, dass mir der Cyan-Ton fast besser gefällt als das Waldgrün des S6. Auch ansonsten ist das Design des Nokia 7.2 nicht schlecht und führt die Design-Sprache der bisherigen Nokia-Smartphones weiter. Dass der Kamerabuckel nun in die Mitte gewandert und rund ist, finde ich eine ansprechende Neuerung. Gleichzeitig ist es eine schöne Hommage an die alten Lumia-Modelle.

Kennt ihr es noch? Das Nokia Lumia 1020:

Bild: Nokia

Die Vorderseite ist nicht speziell. Hier hätte ich es sehr episch gefunden, wenn der untere Balken noch etwas schmaler gewesen wäre. Ob das zu teuer gewesen wäre oder HMD Global schlicht den Nokia-Schriftzug nicht opfern wollte, kann ich auch nicht sagen. Vielleicht kriege ich ja mal die Chance, mit einem Nokia-Verantwortlichen darüber zu reden.

Übrigens: Letztes Jahr habe ich bereits das Vorgängermodell Nokia 7.1 getestet. Hier liest du den Bericht.

Ansprechende Mittelklasse mit coolem Kamera-Feature

Schaut man sich das Datenblatt des Nokia 7.2 an, erhält man ein gutes Mittelklassetelefon. Technisch ist es etwa auf dem Stand der Flaggschiff-Smartphones von vor zwei Jahren. Zumindest ist das mein erster, flüchtiger Eindruck. Dafür bekommt man aber eine Dreifachkamera mit 48 Megapixel, was sicher bei vielen ziemlichen Eindruck machen dürfte. Wie wir aber wissen, sind Megapixel bei Kameras nicht der wichtigste Punkt, sondern viel mehr die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Dieser soll laut HMD Global 1/2 Zoll gross sein und damit viel Licht einfangen.

Spannend finde ich, dass das Nokia 7.2 einen Ultraweitwinkel mitbringt. Seit ich das Huawei Mate 20 getestet habe, kenne ich die Ultraweitwinkellinse bei Smartphones und möchte sie nicht mehr missen. Dass diese Linsen nun auch in der Mittelklasse Einzug halten, ist etwas vom Besten, was uns passieren kann. Fehlt eigentlich nur noch die Makrolinse.

Ebenfalls gibt es eine Linse mit Tiefensensor, welche ein besseres Bokeh ermöglicht. Laut Datenblatt kann man sogar zwischen drei Bokeh-Varianten wählen:

  • Modern
  • Swirl
  • Smooth

Wie das genau aussieht, weiss ich noch nicht und werden wir aber sicher bald sehen. Etwas mager erscheint mir der Ladeadapter, der nur mit 2 Ampere lädt. Das scheint mir doch etwas schwach zu sein, wenn man bedenkt, dass der SuperCharger von Huawei bis 5 Ampere schafft. Dafür ist HMD Global beim Thema Updates gewohnt stark. Wie bisher gibt es zwei Jahre lang Upgrades und sicher drei Jahre lang Sicherheitspatches. Ausserdem gibt’s von Goolge Drive gleich noch 100 GB freien Cloud-Speicher. Nice!

Bild: HMD Global

Preislich wird das Nokia 7.2 je nach Ausstattung 300 bis 350 Franken kosten. Im ersten Moment scheint der Preis okay. Nicht speziell günstig, aber auch nicht übermässig teuer. Das Preis-Leistungsverhältnis muss sich natürlich erst bei einem Test zeigen. Ich hoffe, dass ich das Nokia 7.2 dafür in die Hände bekomme.

Der kleine Bruder mischt auch mit

Wer sich nicht schon, so wie ich, in das Cyan-farbige 7.2 verliebt hat, sollte noch ein Auge auf das Nokia 6.2 werfen. Der kleine Bruder ist die etwas abgespeckte Version, wobei rein von der Dispalydiagonale nicht von “kleiner Bruder” gesprochen werden kann. Beide Smartphones kommen mit 6,3 Zoll daher, was für mich gerade noch akzeptabel ist. Ich habe zuletzt beim Samsung Note 10+ festgestellt, das für mich alles über 6.3 Zoll definitiv zu unhandlich ist.

Nokia 6.2
Bild: HMD Global

Das Nokia 6.2 unterscheidet sich im Wesentlichen durch den schwächeren Prozessor und auch bei der Kamera muss man etwas weniger Megapixel hinnehmen. Schlimm finde ich das aber nicht, denn gute Fotos macht man auch schon mit 16 MP, wenn das restliche Setup stimmt. Das Nokia 6.2 wird etwa 100 Franken weniger kosten, als das Nokia 7.2.

Jetzt müssen die Geräte eigentlich nur noch erscheinen. Leider dauert das noch einen Moment. Im Moment sieht es so aus, als würde HMD Global beide Smartphones Ende Oktober 2019 veröffentlichen.

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