Bowers & Wilkins PX7: Mein erster Eindruck der Edelkopfhörer

Bowers & Wilkins PX7 Porträt Rahel Elmiger
Bild: pascalfertiglos.ch

Wenn man für ein grosses Online-Newsportal arbeitet, hat das den Vorteil, dass man ab und an Gadgets testen kann, die man als kleiner Blogger womöglich nicht in die Finger bekommen würde. So kam es, dass mir Bowers & Wilkins ihren besten Kopfhörer – den PX7 – zugeschickt hat. Falls dir die Marke jetzt nichts sagt: Bowers & Wilkins machen so ziemlich alles rund um Audio und zwar auf einem Level, das nicht nur top Qualität verspricht, sondern auch seinen Preis hat.

In meinem Fall sind das laut einer kurzen Google-Recherche aktuell rund 425 Franken, die man für den PX7 hinblättern muss. Eine ganz schöne Stange Geld, die mein bisheriges Kopfhörer-Budget doch ein bisschen übersteigt. Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn gute Qualität darf durchaus seinen Preis haben. (Und immerhin bezahlen wir ja für Smartphones auch gerne mal 1000 Franken aufwärts).

Hier möchte ich euch nun die Bowers & Wilkins PX7 ausführlich vorstellen und euch natürlich auch meinen ersten Eindruck mitteilen.

Inhaltsverzeichnis

Das ist in der Verpackung

Schauen wir uns als Erstes doch gleich einmal die Verpackung an und was ihr darin alles vorfindet.

Die Verpackung präsentiert sich schlicht und gefällt mir gut. Ich mag es, wenn viel Weiss dem Produktfoto Raum gibt und nicht alles mit Text und Logos vollgepflastert ist. Nach dem Öffnen der Schachtel war ich ob der fehlenden Kartoneinlagen überrascht. Aber hey, warum unnötig Verpackungsmaterial verwenden, wenn es auch so geht? Eigentlich ein lobenswerter Ansatz.

Bowers & Wilkins PX7 Kopfhörer

Öffnet man das graue Hardcase präsentiert sich einem dann auch endlich der Kopfhörer. Dazu gibt es noch zwei Kabel in einem separaten Fach.

Bowers & Wilkins PX7

Insgesamt findet sich in der Verpackung alles, was man braucht, ausser einen Stromadapter für das USB-C-Kabel. Allerdings ist das durchaus sinnvoll, denn wer ein Handy hat, besitzt auch bereits einen solchen Adapter.

Insgesamt befindet sich in der Verpackung:

  • Der Kopfhörer PX7
  • Ein passendes, graues Hardcase
  • Eine Quick-Start-Anleitung
  • Ein USB-C-Kabel, um die Kopfhörer zu laden
  • Ein Klinkensteckerkabel (3.5 Millimeter)
  • Eine Handbuch mit Sicherheits- und Garantiehinweisen
Bowers & Wilkins PX7 Verpackungs-Inhalt

Das Aussehen setzt auf zeitloses Design

Das Design des PX7 ist, wie ich herausfinden musste, Geschmacksache. Optisch hat mich der Kopfhörer jetzt nicht umgehauen, aber ich finde, das Design hat etwas Schlichtes und Zeitloses, womit der Kopfhörer auch in ein paar Jahren nicht aus der Mode kommen wird. Etwas weniger gut kam der PX7 bei meinem weiblichen Freundeskreis an. Diese fanden den Kopfhörer meist eher so mässig schön. Allerdings ist das natürlich alles andere als repräsentativ, immerhin kann man die weiblichen Meinungen, die ich zum Kopfhörer habe, an einer Hand abzählen. Am Witzigsten fand ich die spontane Reaktion einer Kollegin, die den Kopfhörer ausprobierte und meinte: “Dafür, dass er so hässlich ist, ist er mega toll.”

Das Design der Ohrmuscheln ist grandios

Von einem Kopfhörer in dieser Preisklasse erwarte ich nur das Beste. Nimmt man den PX7 das erste Mal in der Hand, fällt vor allem auf, dass die Bügel anders geformt sind, als man sich das bei Kopfhörern gewohnt ist. Im ersten Moment dachte ich noch, das sei einfach eine designtechnische Spielerei, doch dann wurde mir klar, dass der Kopfhörer damit einen entscheidenden Vorteil hat: Die Ohrmuscheln sind viel beweglicher. Während ich die meisten Ohrmuscheln anderer Kopfhörer nur etwas nach innen oder aussen Kippen kann, ist es beim PX7 möglich, die Ohrmuscheln gleich in drei Richtungen zu justieren.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Ohrmuscheln lassen sich fast perfekt an den Kopf anpassen, ohne unangenehmen Druck auszuüben. Das ist wirklich toll und ich frage mich, warum das nicht mehr Hersteller machen. Ein nettes Gimmick ist übrigens, dass die Bügel des PX7 aus Karbonfaser-Composite-Materialien gefertigt sind. Für mich klingt das zwar eher nach einem guten Argument fürs Marketing, denn einem merklichen Vorteil. Nett ist es aber allemal, zumal ich mir habe sagen lassen, dass dieses Material äusserst robust und widerstandsfähig ist. Und sowas hört man doch immer gerne.

Physische Tasten – danke dafür

Touch-Bedienung bei Kopfhörern sind in. Ich hatte eine solche Bedienung bei meinem vorherigen Kopfhörer von Jabra und fand sie durchaus ansprechend. Dafür hat mich die Touch-Bedienung beim Blomm & Berger Pure nicht wirklich überzeugt. Von daher geht eben doch nichts über die guten alten Tasten, um seinen Kopfhörer zu bedienen – solange diese zackig reagieren und gut designt sind.

Bowers & Wilkins PX7 Erfahrungsbericht Test

Beim Bowers & Wilkins PX7 reichen vier Tasten, um den Kopfhörer zu bedienen (die Ein-Aus-Taste jetzt nicht mitgerechnet). Während man links das Noise Cancelling einstellen kann, regelt man mit den Tasten rechts alle anderen Dinge. Je nachdem, wie oft man eine Taste drückt, löst dies andere Funktionen aus. Alleine mit der mittleren Taste kann man zwischen Songs hin- und herspringen oder diese pausieren.

Bluetooth funktioniert zuverlässig

Dass ich diesem Thema extra einen Absatz widme, mag seltsam wirken. Doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bluetooth oft die Schwachstelle eines Kopfhörers ist. Entweder klappt die Kopplung nicht zuverlässig oder die Verbindung bricht immer mal wieder ab. Beim Bowers & Wilkins PX7 kam in den ersten zwei Wochen, seit ich den Kopfhörer jetzt habe, keine einzige Störung vor. Das habe ich tatsächlich noch nie erlebt. Vor allem, da ich durch meine Handy-Tests immer wieder andere Smartphones mit meinen Kopfhörern koppeln muss, passiert es irgendwann, dass ich ein Handy erwische, mit dem ein Kopfhörer nicht klarkommt. Auch den PX7 habe ich bisher mit mehreren Smartphones verwendet (Huawei Mate 30 Pro, LG V50 ThinQ und Nokia 7.2) und mit jedem hat der Betrieb auf Anhieb und problemlos funktioniert.

Noise Cancelling für ruhige Tage

Bowers & Wilkins PX7 Porträt Rahel Elmiger
Nein, das bin natürlich nicht ich, sondern eine Freundin. | Bild: pascalfertiglos.ch

Die PX7 kommen natürlich mit Active Noise Cancelling und dieses hat es – nach meinem ersten Eindruck – in sich. Am liebsten würde ich die Kopfhörer den ganzen Tag aufbehalten, so schön leise ist es nun plötzlich rundherum. Vor allem an meinem Arbeitsplatz in Zürich, wo einfach immer Strassen- oder Baulärm zu hören ist, habe ich nun Ruhe.

Etwas unangenehm ist zu Beginn der Druck, den man im Gehörgang spürt. Es ist ein bisschen seltsam, als hätte man den Druck auf den Ohren, der beispielsweise entsteht, wenn man unter Wasser auftaucht. Das vergeht aber nach einer etwa einwöchigen Eingewöhnungszeit.

Der PX7 kommt mit drei verschiedenen Noise-Cancelling-Modi daher:

  • High
  • Low
  • Automatisch

Wer will, kann das Noise Cancelling auch ganz abschalten. Durch den guten Anpressdruck an den Kopf schirmt der Kopfhörer noch immer etwas ab, auch wenn man natürlich alle Geräusche rundherum gedämpft mitkriegt.

Toll finde ich, dass man selbst bei der Einstellung High Personen, die mit einem reden, relativ gut versteht. (Vorausgesetzt, sie nuscheln nicht). Das hat mich wirklich erstaunt. Die Empfindlichkeit des Noise Cancelling kann man übrigens durch die offizielle App von Bowers & Wilkins für den PX7 verändern und auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen. Dazu gibt es dann aber in meinem ausführlichen Test, den ich für watson News schreiben werde, mehr.

Monsterakku, der nicht totzukriegen ist

Leute, hat dieser Kopfhörer einen ausdauernden Akku. Tatsächlich habe ich es noch nicht geschafft, den Akku an einem Tag zu leeren, obwohl ich täglich sicher zehn Stunden Musik und meine Hörbücher streame. Selbst, wenn ich den Kopfhörer mit zwei Geräten gleichzeitig verbunden hatte, kriegte ich das Ding nicht tot. Laut der offiziellen Website von Bowers & Wilkins reicht der Akku für 30 Stunden Betriebszeit. Aus Erfahrung weiss ich, dass solche Laborwerte in der Realität selten erreicht werden. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass der tatsächliche Wert irgendwo bei über 20 Stunden liegt.

Sensoren, oh ihr wundervollen Sensoren

Egal, wer die Software für die Sensoren bei Bowers & Wilkins programmiert hat: vielen Dank dafür! Ich habe erst gerade ein Horrorerlebnis mit dem B&B-Pure-Kopfhörer hinter mir, dessen Sensoren ein Albtraum waren. Ganz anders beim PX7: Der Kopfhörer pausiert nicht nur zuverlässig die Musik, wenn man ihn ablegt, sondern schaltet sich auch selbst aus, wenn er länger nicht verwendet wird, um so Akku zu sparen. So muss ich den Kopfhörer nicht einmal mehr per Ein-Aus-Knopf ausschalten. Ausserdem merkt der PX7 sogar, wenn ich nur eine Ohrmuschel von meinem Ohr abziehe, wenn ich kurz mit jemandem reden will, und pausiert die Wiedergabe. Und die Verzögerung, die dabei auftritt, ist so kurz, dass es mich tatsächlich nicht genervt hat, wenn er auch einmal kurz pausierte, als es gar nicht nötig war.

Und zu guter Letzt noch ein paar Worte über den Sound

Jetzt hätte ich beinahe noch vergessen, etwas darüber zu schreiben. Was soll ich sagen: Bisher hat mir sehr gefallen, was ich gehört habe. Ich habe da immer so eine Playlist auf Spotify, die ich mir erstmal anhöre, um zu sehen, was der Kopfhörer kann. Da sind ein paar recht peinliche Songs dabei, allerdings weiss ich danach, ob der Kopfhörer was taugt. Und was soll ich sagen? Den ersten Durchgang der Playlist hat der PX7 definitiv bestanden. Mir haben vor allem die satten Bässe gefallen und das der Kopfhörer selbst Sound-Elemente modernerer Songs wiedergibt, die andere Kopfhörer einfach verschlucken. Und in Kombination mit dem Active Noise Cancelling ist die Hörerfahrung natürlich sowieso noch einmal etwas ganz anderes.

Fazit über die Bowers & Wilkins PX7

Nicht vergessen: Das ist mein erster Eindruck und kein ausführlicher Test. Dennoch muss ich sagen, dass ich mich in diesen Kopfhörer bereits etwas verliebt habe. Vor allem die Sensorik hat bei mir gepunktet, aber auch das Design mit den verstellbaren Ohrmuscheln hat mich überzeugt. Einzig der Preis ist natürlich etwas unschön, allerdings muss ich auch sagen, dass der Kopfhörer wirklich top ist und man hier wirklich nur das Beste erhält. Zumindest konnte ich bisher noch nichts finden, an dem ich herumnörgeln kann. Ich blicke jedenfalls schon jetzt mit Schrecken dem Tag entgegen, an dem ich den PX7 wieder zurückgeben muss und fange wohl schon einmal an zu sparen.

Den ausführlichen Test werde ich übrigens nicht hier auf Pascal, fertig, los! publizieren, sondern auf watson News. Schaut doch einfach nächste Woche im Digital-Bereich vorbei, denn spätestens Ende Woche werde ich dort den entsprechenden Test veröffentlichen.

Wettbewerb

Falls ihr jetzt Lust auf Bowers & Wilkins bekommen habt, habe ich gute Nachrichten für euch: Bowers & Wilkins hat mir nämlich ein weiteres Modell aus ihrer Produktelinie geschickt: die Sportkopfhörer PI3.

Und wisst ihr, was das Beste daran ist? Ihr könnt diese gewinnen. Ihr habt also die Chance, richtig gute Kopfhörer, die sonst 225 Franken kosten würden, zu gewinnen. Alle Informationen dazu findet ihr in diesem Beitrag.

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