Sony hat heute den ersten Trailer zum Marvel-Film Morbius veröffentlicht. Damit kriegen wir nun endlich einen ersten Eindruck zum zweiten Streifen, mit dem Sony sein Filmuniversum von Anti-Helden ausbauen will. Ich habe mir den Trailer gerade angesehen und verarbeite hier nun meinen ersten Eindruck dazu. Falls du den Clip noch nicht gesehen hast, solltest du das kurz nachholen:

Wer zur Hölle ist Morbius?

Das Problem, vor dem Sony mit Morbius steht, ist, dass der durchschnittliche Kinogänger, der sich auch mal für einen Marvel-Film begeistern kann, Morbius schlicht nicht kennt. In einer Kinolandschaft, die nur so von Super- und mittlerweile auch Anti-Helden überschwemmt ist, eine neue Figur zu etablieren ist knifflig. Da muss ein Hammer-Trailer her, der einem mit offenem Mund zurücklässt und Hype-Potential hat.

Und was macht Morbius? Er dümpelt in nicht ganz drei Minuten mit einer Geschichte vor sich hin, auf die nun wirklich niemand gewartet hat. Klar, was will man auch Neues machen, wenn die Vorlage eine Geschichte vorgibt, die nicht mehr zeitgemäss ist.

Natürlich kann man jetzt einwerfen, dass es eben schwierig ist, eine Geschichte zu bringen, die wirklich neu ist. Allerdings hat Warner Bros. letztes Jahr mit Joker gezeigt, dass es noch immer möglich ist, zu überraschen. Sollte Morbius aber wirklich so generisch werden, wie der Trailer vermuten lässt, könnte er zu dem Flop werden, den ich prophezeit habe.

Immerhin konnte mich der Teaser mit dem Auftritt von Michael Keaton überraschen. Wir erinnern uns: In Spider-Man: Homecoming mimte er den Bösewicht Adrian Toomes aka Vulture. Die Frage ist nun natürlich, ob Morbius nach Spider-Man: Homecoming spielt oder vielleicht sogar davor – immerhin wäre das problemlos möglich und sicher auch interessant.

Dennoch: Im Moment schafft es Morbius nicht, mich zu packen. Damit muss Sony mit dem zweiten Trailer ordentlich Gas geben, um auch nur annähernd mein Interesse zu wecken.