Vergangene Woche war bereits meine zweite Woche, die ich im Home-Office verbringen musste. Mein erstes Fazit daraus: Mein Leben ist seither tendenziell eher besser geworden. Ich habe fast vier Stunden pro Tag mehr Zeit, die ich ansonsten mit Pendeln vergeude. Ich kann morgens mindestens zwei Stunden länger schlafen, habe problemlos Zeit für meine Arbeit und abends sogar noch genügend Zeit und Energie für diesen Blog hier.

Der Nachteil ist natürlich, dass ich praktisch den ganzen Tag in meiner Wohnung hocke. Bei nur gerade einem Zimmer ist das ab und an etwas sehr eintönig. Aber grundsätzlich kann ich mich ja nicht beschweren. Mir geht es gut und ich habe genug zu tun. Nur am Abend werde ich ab und an etwas schwermütig.

Aber schauen wir mal, was in den vergangenen sieben Tagen erwähnenswertes hängen geblieben ist:

Diese Serien habe ich geschaut

Ich habe in dieser Woche eine Serie beendet und eine weitere angefangen.

Altered Carbon Staffel 2

Beendet habe ich die zweite Staffel der Science-Fiction-Serie Altered Carbon. War ganz okay, aber hat im Vergleich zur ersten Staffel doch nachgelassen. Vor allem der philosophische Aspekt, der mir zuvor so gefallen hat, fehlt in der zweiten Staffel fast vollkommen. Irgendwo ist das natürlich verständlich, immerhin wurde zuvor schon so ziemlich alles dazu gesagt. Damit konzentriert sich die zweite Staffel dann vor allem auf Action, was mich mit jeder Folge mehr ermüdet hat. Immerhin hat das Ende eine interessante Ausgangslage geschaffen, die mich etwas mit dem Rest versöhnt hat. Mal schauen, was die Serienschöpfer*innen daraus machen.

Lovesick

Habe leider nur einen englischen Trailer gefunden, sorry.

Diese Serie habe ich neu entdeckt. Eine wahre Perle, die ich wohl nie gefunden hätte, wenn ich nicht den Beitrag über die 50 besten Netflix-Serien geschrieben hätte. Lovesick ist britische Comedy, auber auf eine ganz sanfte und gefühlvolle Art, die mitten aus dem Alltag erzählt. Zentrale Handlung ist Evie, die heimlich in ihren Mitbewohner verliebt ist und damit umzugehen versucht.

Das ist aber nicht etwa kitschig, sondern sehr feinfühlig und ohne billigen Witz umgesetzt. Das Drehbuch ist wirklich klasse und jede Figur, selbst der nervige Luke, mit sehr viel Tiefgang geschrieben. Wenn ich euch einen Tipp geben darf: Schaut mindestens drei Folgen, bevor ihr ein Urteil fällt. Bei einer Laufzeit von nur 30 Minuten pro Folge, dürfte das sicher kein Problem sein, oder?

Diese Filme habe ich geschaut

Ich habe nur einen Film eschaut und zwar Ready Player One – und das auch nur, weil ich nebenbei anderes machen wollte. Ich habe den Film nämlich bereits im Kino gesehen und wollte einfach ein Geräusch haben, damit es nicht so totenstill ist. Schlussendlich habe ich dann aber doch den ganzen Film noch einmal geschaut.

Beim zweiten Mal sind mir dann doch die eine oder andere Schwäche beim Drehbuch etwas deutlicher ins Auge gestochen als noch im Kino. Aber hey, schlussendlich macht der Film noch immer Laune. Allen Nerds, Geeks und Fans der Populärkultur da draussen kann ich aber nur empfehlen: Lest die Buchvorlage (oder ladet euch das Hörbuch herunter, so wie ich).

Das habe ich gelernt

Eigentlich etwas sehr Simples. Das Wort “hermüssen” schreibt man tatsächlich zusammen. Klingt für mich fast so komisch, wie die korrekte Schreibweise von “tipptopp”. (Ja, das schreibt man so). Nicht sehr spannend für euch, ich weiss. Aber ich lerne immer wieder gerne dazu, auch bei Rechtschreibung.

Hier der Beweis:

Bild: Screenshot duden.de

Das hat mich genervt

Ignorante Menschen. Nerven mich sonst zwar auch, aber nun, während der Coronakrise treten sie umso auffälliger zutage. Ein ganz besonderes Beispiel ist ein Tiktoker, der sich darüber aufregt, dass er seine Haare nicht mehr schneiden kann, weil die Coiffeure-Geschäfte alle geschlossen sind. Der Arme!

Natürlich muss er das in einem Video kundtun, in welchem er rumheult und auch noch jede Menge Unwahrheiten verbreitet. Das wirklich traurige daran ist aber, dass er 160’000 Follower hat, die nun vermutlich seine Meinung übernehmen – ich hoffe es nicht.

Immerhin hat es ein Comedian aufgegriffen und einen kleinen, aber witzigen Zusammenschnitt daraus gemacht:

https://www.facebook.com/watch/?v=559887571318372

Das hat mich positiv gestimmt

Auf meiner Arbeit mache ich jeweils jeden Donnerstag einen etwas “unseriöseren” Beitrag mit Tierbildern. Dieses Format gibt es nun schon über drei Jahre, erscheint jeden Freitag und stammt noch aus meiner Praktikantenzeit. Heissen tut es Cute News und es gibt im Wesentlichen zwei Gründe, warum ich dieses Bilder-Listicle noch immer mache, obwohl ich redaktionell weit höhere Ansprüche habe:

  1. Es ist zwischendurch eine willkommene Abwechslung zum sonstigen redaktionellen Stress, den man manchmal hat.
  2. Bei den Cute News gibt es mittlerweile eine wirklich tolle User-Community, die mir einfach guttut. Online wird man als Redaktor täglich angegangen, beleidigt und für inkompetent erkärt. Ein Lob ist so selten wie ein vierblättriges Kleeblatt, daher ist es umso schöner, die ganzen freundlichen Kommentare in der Kommentarspalte der CN zu lesen.
  3. Am besten gefällt mir aber, dass es immer wieder Leute gibt, die ich mit den Bildern anscheinend wirklich aufmuntern kann. Diese Woche, in der wegen des Coronavirus vieles düster erscheint, war es umso wichtiger, wie sich gezeigt hat. Viele haben sich in der Kommentarspalte über die Aufmunterung bedankt und das hat mir wirklich aufgestellt.

Diese Kommentare kamen dann beispielsweise so daher:

Das habe ich diese Woche gebloggt

Es wirkt ein bisschen, als wäre ich in letzter Zeit ziemlich faul gewesen, was das Bloggen anbelangt. Das stimmt aber nicht, denn ich habe einfach an einem riesigen Beitrag gearbeitet:

Das Ding hat so viel Arbeit gemacht, dass ich dachte, ich werde nie mehr fertig. Aber genau das ist es nun und es ist schon ein ziemlich cooles Gefühl, wenn man es dann tatsächlich geschafft hat. Ich selbst habe dadurch auch einige interessante Serien (wieder)entdeckt und hoffe natürlich, dass es noch viele andere Leser*innen Inspiration für einen Netflix-Abend liefert.

Selbst am Teaserbild habe ich einige Zeit gebastelt:

Die besten 50 Netflix-Serien
Bild: Netflix (Montage von pascalfertiglos.ch)

Ja, vielmehr gibt es spontan nicht zu berichten – zumindest nichts, dass euch etwas anginge. 😋