Oppo ist eine Marke, die in der Schweiz noch nicht so bekannt ist. Dennoch drängt das chinesische Unternehmen nun immer mehr in den hiesigen Markt. Ähnlich wie beispielsweise Xiaomi möchte Oppo vor allem mit top Hardware zu einem vertretbaren Preis überzeugen. Oppo gehörte unter anderem zu den Ersten, die mit dem Reno 5G ein 5G-fähiges Handy in der Schweiz angeboten haben.

Passend dazu: LG V50 ThinQ 5G im Test: Wie gut schlägt sich der Underdog der 5G-Smartphones?

Mit dem Unternehmen ist also zu rechnen und ich kann mir gut vorstellen, dass wir in diesem Jahr noch einige spannende Geräte von Oppo sehen werden. Daher habe ich mir gedacht, dass es Zeit ist, einmal ein Gerät der Marke unter die Lupe zu nehmen. Oppo hat mir freundlicherweise gleich zwei Geräte für einen mehrwöchigen Test zur Verfügung gestellt: das Oppo 5G für einen Speedtest und das Oppo Reno 2.

Wie ihr es von mir gewohnt seid, habe ich das Smartphone mehrere Wochen im Alltag als mein Hauptgerät genutzt. So konnte ich mir einen sehr guten Eindruck über das Oppo Reno 2 machen.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen und Verarbeitung

Oppo Reno 2 Verpackungsinhalt
Erfreulich: Oppo legt eine hochwertige Hülle dazu.

Schaut man sich das Oppo Reno 2 das erste Mal an, sticht natürlich sofort das praktisch randlose Display ins Auge. Eine Notch oder ein Punch-Hole für die Selfie-Kamera suchst du hier vergeblich. Das sieht wirklich toll aus und ist genau das, was ich mir bei einem Handy wünsche: ein Fullview-Display ohne abgerundete Kanten.

Hülle für Reno 2
Hülle für Reno 2

Verarbeitet ist das Smartphone einwandfrei und versucht beim Design mit dem einen oder anderen Detail zu punkten. Sehr gelungen fand ich beispielsweise die Kamera auf der Rückseite. Diese steht nicht aus dem Gehäuse hervor, sondern schliesst bündig mit diesem ab. Da frage ich mich doch, warum das andere Hersteller nicht hinkriegen? In meinem bisherigen Tests von Highend-Geräten hat das nur LG geschafft.

Oppo Reno 2 Rückseite
Je nach Lichteinfall sieht das Reno 2 farblich schon fast schwarz aus.
Oppo Reno 2

Vorbeugen von Kratzern auf der Kamera dank Design-Detail

Das wirkliche Design-Highlight auf der Rückseite ist aber eine kleine, runde Erhöhung. Sie steht etwa zwei Millimeter aus dem Gehäuse hervor und ist grün eingefasst. Dieser “Knubbel” sorgt dafür, dass die rückseitige Kamera nicht direkt auf Oberflächen aufliegt. Das Risiko, dass die Glasabdeckungen der Kamera zerkratzt werden, minimiert sich damit um einiges. Das ist wirklich durchdacht und genau die Dinge, die ich an gutem Handy-Design schätze.

Oppo Reno 2 Kamera-Linsen

Auffällig ist auch die breite Einkerbung, die sich am oberen Rand des Oppo Reno 2 zeigt. Im ersten Moment dachte ich tatsächlich, ob das ein riesiger SIM-Karteneinschub ist, denn ein Loch, um mit einer Büroklammer darin herumzustochern, gibt es auch. Das ist natürlich absoluter Quatsch. An dieser Stelle ist nämlich die Selfie-Kamera versteckt, die nur bei aktiviertem Selfie-Modus herausfährt und dem Oppo Reno 2 die berüchtigte Haifischflossen-Optik gibt. Mehr dazu aber weiter unten.

Aussparung Selfie-Kamera
Oppo Reno 2 Popup-Kamera

Ansonsten gibt es das Standardprogramm: Standby-, respektive Ein-Ausschalter, Lautstärkewippe – und glücklicherweise keinen nervigen Google-Button. Was einige von euch sicher freuen dürfte, ist, dass auf der Unterseite nebst dem USB-C-Anschluss und dem Lautsprecher auch ein Kopfhöreranschluss zu finden ist.

Oppo Reno 2 USB-C Kopfhöreranschluss
Reno 2 SIM-Karten-Slot
Lautstärkewippe

Alles in allem ist das Oppo Reno 2 ein schönes Gerät, das einwandfrei verarbeitet ist. Richtig verliebt habe ich mich in das Design aber nicht. Da gibt es noch das eine oder andere Gerät, dessen Rückseite mir farblich etwas besser gefällt – beispielsweise das hauseigene Reno 5G. Das ist aber wohl einfach Geschmacksache.

Das leistet das Handy

Wie eingangs dieses Testes schon erwähnt, verbaut Oppo in seinem Reno 2 richtig gute Hardware. Ein Verkaufsargument dürfte dabei sicher der 8GB-Arbeitsspeicher sein. Das ist bei einem Preis von unter 500 Franken richtig viel. Andererseits ist das auch etwas Spielerei, denn im Alltagsgebrauch merkt man den Unterschied von 4 GB und 8 GB kaum. Anders sieht das dann natürlich beispielsweise beim Gaming aus.

Ebenfalls grosszügig war Oppo beim internen Speicher. Hier kriegt ihr 256 GB, was für einiges an Fotos und Videos reichen wird. Optional könnt ihr per microSD-Karte bis zu 512 GB Speicher hinzufügen. Etwas gespart hat man beim Chip – hier gibt es einen Snapdragon 730G. Das ist jetzt nicht der neuste Highend-Chip, aber im Alltag werdet ihr das garantiert nicht merken.

Ich hatte in meinen über vier Wochen nicht einmal das Gefühl, dass eine App verzögert oder zu langsam aufstartet. Auch Videos und Animationen der Software liefen immer flüssig und ohne Ruckeln. Einen wirklichen Unterschied zu Highend-Chips dürfte man wohl hauptsächlich bei der Testauswertung im Labor finden. Wer auf seinem Handy nicht Grafik-intensive Games spielt, wird absolut zufrieden sein.

Das Display ist alles andere als billig

Hersteller verbauen bei günstigeren Smartphones gerne mal einen LCD-Screen. Beim Oppo Reno 2 bekommt ihr aber einen AMOLED-Screen, wie ihr ihn auch bei teureren Geräten bekommt. Der Hauptvorteil eines AMOLED-Screens: Die Farben sehen einfach viel schöner, satter aus. Ausserdem spiegelt ein AMOLED-Display nicht so stark, wenn ihr draussen bei Sonnenlicht aufs Display schaut.

Oppo Reno 2 Display Vorderseite

Etwas gespart hat Oppo dafür bei der Auflösung. Hier kriegt ihr 2400 x 1080 Pixel, was aber völlig ausreichend ist. Ich gehöre nach wie vor zu denen, die bezweifeln, dass man eine höhere Auflösung auf so kleinen Screens wirklich bemerkt – ausser man nutzt das Handy als VR-Bildschirm. Ausserdem frisst ein Display, dass nicht in QHD auflöst, auch weniger Strom, was immer erfreulich ist.

Insgesamt hat mir das Display des Oppo Reno 2 gefallen. Die Farben waren schön satt, wenn auch teilweise fast etwas zu gesättigt. Vor allem aber hat mich die Screen-to-Body-Ratio von 93,1 Prozent überzeugt. Es sieht einfach viel schöner aus, wenn da nicht eine Notch oder ein Kameraloch das Display unterbricht.

Übrigens: Das Display besteht aus Corning Gorilla Glass 6, was es ziemlich schwierig machen dürfte, einen Kratzer da reinzumachen. Trotzdem hat Oppo gleich eine Schutzfolie aufgebracht – ihr müsst also keine mehr kaufen.

Software ist (noch) nicht ganz aktuell

Das Reno 2 kommt mit Android daher über welches Oppo seine eigene Benutzeroberfläche ColorOS gestülpt hat. Ich habe mir sagen lassen, dass diese sehr grosse Ähnlichkeit mit Apples iOS hat. Wirklich gut beurteilen kann ich das nicht, da ich noch nie ein Apple-Gerät benutzt habe. Dennoch habe ich mir natürlich ein iPhone besorgt und kurz etwas verglichen – und ja, eine gewisse Ähnlichkeit ist durchaus vorhanden.

Aber eigentlich kann uns das egal sein, denn wichtig ist, dass das Betriebssystem flüssig läuft und aktuell ist. Zu ersterem habe ich bereits unter “Das leistet das Handy” geschrieben, dass die Software einwandfrei läuft. Kein Ruckeln, keine Verzögerungen. So muss das sein.

Sehr grosse Freude hatte ich am Fingerabdrucksensor im Display. Wow, ist dieser schnell! Subjektiv beurteilt würde ich sagen, dass das bisher der schnellste Fingerabdrucksensor ist, den ich bei meinem Test-Handys vorfand. In der höheren Mittelklasse, wo man das Oppo Reno 2 ansiedeln kann, dürfte die Entsperrgeschwindigkeit nicht so leicht zu toppen sein.

Auch die Erkennungsrate ist sehr gut. Dennoch kränkelt auch der Reno-2-Scanner daran, dass er nasse Finger nicht immer zuverlässig erkennt. Sind die Finger dann etwas fettig, ist es definitiv vorbei mit dem Erkennen. Das ist aber etwas, woran noch alle Hersteller zu knabbern haben. Ich bin gespannt, was da die Zukunft bringt.

Androidversion und Sicherheit

Bei der Androidversion muss man sich aktuell noch mit Android 9 begnügen. Auch beim ColorOS ist das Reno 2 mit Version 6.1 nicht auf dem allerneusten Stand von Version 7.0. Es bleibt nur zu hoffen, dass Oppo hier in naher Zukunft Updates liefert. Aktuell ist man dafür bei den monatlichen Sicherheitspatches. Hier hat Oppo zumindest im Monat Januar, in dem ich das Handy getestet habe, den Patch abgeliefert.

Eine Kamera für alle Fälle

Oppo Reno 2 Kamera Rückseite

Bei der Kamera fällt vor allem die Front-Kamera auf, die im Gehäuse versteckt ist und nur ausfährt, wenn man in den Selfie-Modus wechselt. In meinem Test hat das immer einwandfrei geklappt. Die Kamera fährt auch schön zackig heraus und wieder ein. Solltet ihr das Handy einmal fallen lassen, wird die “Haifischflosse” übrigens automatisch eingezogen.

In einem Test (natürlich mit einem Kissen am Boden) klappte das auch tatsächlich – allerdings gibt es einen Haken. Das Reno 2 hat jedes Mal zuverlässig erkannt, dass es sich im freien Fall befindet und angefangen die Kamera einzuziehen. Je nachdem, in welcher Höhe sich das Handy befand, schaffte es das Reno 2 aber nicht, die Selfie-Kamera ganz einzuziehen, bevor es auf dem Kissen landete.

Grundsätzlich ist es aber so, dass wenn man das Handy in etwa über 100 Zentimeter Höhe hält, die Kamera rechtzeitig eingezogen wird. Wenn man also steht und das Handy vor sich hält, um ein Selfie zu machen, hat man diese 100 Zentimeter in der Regel überschritten. Spätestens aber unter 80 Zentimeter guckte die Haifischflosse aber immer noch etwas heraus, als das Handy auf dem Kissen landete. (Ja, ich habe die Höhe des Kissens beachtet).

Vierfachlinse mit vielen Funktionen

Viel interessanter ist für mich natürlich jeweils die Kamera auf der Rückseite. Hier zeigt sich auf den ersten Blick eine Vierfachkamera, die mit den üblichen Linsen daherkommt. Dazu zähle ich mittlerweile auch den Ultraweitwinkel, der auch bereits in günstigen Mittelklassegeräten wie dem Nokia 7.2 angekommen ist.

Folgende Linsen sind auf der Rückseite verbaut:

  • 48 MP, f/1.7, 26mm (Weitwinkel), PDAF, OIS
  • 13 MP, f/2.4, 53mm (Tele), 2-fach optischer Zoom
  • 8 MP, f/2.2, 13mm (Ultraweitwinkel)
  • 2 MP Schwarz/weiss, f/2.4

Bei der Software hat Oppo vieles zu bieten, das einem die Alltagsfotografie erleichtert. Dazu gehört unter anderem der mittlerweile obligatorische AI-Modus, der zu jeder Situation die richtigen Einstellungen liefern soll. Das klappt nicht schlecht, allerdings war ich bisher noch nie ein Fan davon und schalte den Modus deshalb immer aus.

Umso besser gefallen hat mir dafür, dass man die Tiefenunschärfe in Echtzeit verstellen kann. Das ist etwas, das bei vielen Handys noch immer nicht verfügbar ist und mich jeweils ziemlich ärgert. Etwas seltsam fand ich das Icon, welches Oppo für diese Einstellung verwendet, das alles andere als selbsterklärend ist. Aber das ist nur ein Detail.

Ansonsten gibt es natürlich auch einen Porträt-Modus, Panorama, Zeitlupe, Zeitraffer, einen Nachtmodus und einige Spielereien, die vor allem die junge Zielgruppe ansprechen dürfte. Beispielsweise gibt es 3D-Emojis, die per Gesichtstracking gesteuert und aufgezeichnet werden können.

Fotos mit natürlichen Farben

Etwas, das ich bei Huawei immer kritisiere, ist, dass mir die Farben im Automatikmodus etwas zu sehr verfälscht werden. Das Gras ist dann plötzlich nicht mehr schön satt Gründ, sondern eher Giftgrün. Bei Huawei muss man dann immer den HDR-Modus (resp. satte Farben) ausschalten. Beim Oppo Reno 2 war das überraschenderweise nicht der Fall. Ich schreibe überraschenderweise, weil ich es mir inzwischen gewohnt bin, dass Handys die Fotos farblich übersättigen, damit alles schön Insta-Like aussieht. Die Software des Reno 2 bildet die Farben aber selbst bei aktiviertem HDR-Modus relativ natürlich ab, was für mich immer ein Pluspunkt ist.

Beispielfoto Luzern Oppo Reno 2
Foto Morgendämmerung Smartphone
Auch dieses Foto in der Morgendämmerung ist farblich schön – wenn auch mit einem leichten Rotstich.

Auch ansonsten liefert die Kamera des Reno 2 für ein Smartphone, das weniger als 500 Franken kostet, bei Tageslicht wirklich sehr gute Ergebnisse. Selbst bei ordentlich Gegenlicht sind die Bilder nicht zu dunkel, wenn man der Kamera einen Moment Zeit gibt, bevor man auf den Auslöser drückt. Damit reiht sich das Oppo Reno 2 bei den günstigen Kamera-Handys unter 500 Franken unter den Top-Smartphones ein. Im Moment ist wohl nur das Huawei P30 noch etwas besser, das aber ohne den US-Bann von Huawei wohl auch noch mehr kosten würde.

Oppo versteckt im Reno 2 ein kleines Highlight

Das wirkliche Highlight der Kamera für mich war aber die Makrolinse, die Oppo im Reno 2 untergebracht hat. Aktiviert wird sie im Ultraweitwinkelmodus, was für mich etwas überraschend war, denn soweit ich das sehe, macht Oppo damit kaum Werbung. Aber auch wenn ihr vielleicht denkt, dass ihr so etwas nicht braucht: Eine Makrolinse in einem Smartphone ist einfach eine tolle Sache – vor allem für Naturfotografen.

Du kannst etwa bis zwei Zentimeter an ein Objekt heran, ohne, dass dieses unscharf wird.
Oppo Reno 2 Makro-Aufnahme
Das Resultat sieht dann so aus.
Auf diesen Bereich habe ich fokussiert.

Das Oppo in einem so günstigen Gerät auch noch eine Makrolinse untergebracht hat, ist für mich wirklich ein Highlight und ein starker Pluspunkt für das Reno 2. Zwar ist die Linse noch nicht perfekt und man hat ab und an mit der Unschärfe zu kämpfen, aber Spass macht es trotzdem.

Es ist wirklich schade, dass sich Makrolinsen in Smartphones nie durchgesetzt haben und scheinbar auch wieder verschwinden. Ich kann nur hoffen, dass Oppo auch in Zukunft dem einen oder anderen Gerät aus ihrem Portfolio eine Makrolinse spendiert.

Makroaufnahme Krokus Handy Smartphone
Nahaufnahmen von Blumen gelingen mit dem Makromodus viel besser.
Makro-Aufnahme verschwommen
Zu nahe ran geht dann aber auch nicht, ansonsten werden die Fotos unscharf.

Ein Nachtmodus mit Verbesserungspotential

Etwas Abzug gibt es für das Reno 2 beim Nachtmodus. Der ist zwar ganz okay, aber in gewissen Bereichen noch nicht so ausgereift wie die Konkurrenz. Was mich vor allem noch etwas stört, ist, dass er die Bilder hauptsächlich aufhellt und nicht versucht, das nächtliche Ambiente zu erhalten.

Klar, häufig möchte man das Foto einfach etwas heller haben, aber manchmal will man auch einfach die nächtliche Stimmung festhalten. Hier ist der Nachtmodus dann etwas kontraproduktiv. Oft sehen die Fotos bei Nacht dann schöner aus, wenn man sie im normalen Fotomodus macht oder gleich in den manuellen Pro-Modus wechselt.

Links ist mit Nachtmodus fotografier, rechts im manuellen Modus:

Vor allem im Pro-Modus, wo man Belichtung und Co. selber einstellen kann, sehen die Fotos bei Nacht sehr schön aus. Damit ist für mich dann auch nachgewiesen, dass es nicht an der Kamera-Hardware liegt, sondern einfach die Software für den Nachtmodus von Oppo noch verbessert werden muss.

Ein Telefon für Zoom-Junkies

Ihr wollt Zoom? Wir geben euch Zoom! Etwa so hat wohl der Vorsatz von Oppo gelautet. So bekommt ihr ein Handy, dass digital bis zu 20-fach zoomen kann. Das sieht dann zwar nicht mehr sehr schön aus, aber immerhin lässt sich noch genug erkennen, dass man weiss, was da zu sehen ist.

Foto ohne Zoom:

Oppo Reno 2 kein Zoom

Vergrösserung mit 2-fachem optischem Zoom

2-fach Zoom

Vergrösserung mit 5-fachem Hybridzoom

Oppo Reno 2 5-fach Hybrid Zoom

Vergrösserung mit 20-fachem Digitalzoom

Oppo Reno 20-fach Digital Zoom

In der Preisklasse unter 500 Franken ist das Oppo 2 damit eines der leistungsfähigsten Geräte im Bereich des Zooms. Nur das Huawei P30 hat die Nase noch etwas vorne. Da gibt es einen optischen Dreifach-Zoom und digital geht es bis 30-fach (was dann aber natürlich auch nicht besser aussieht als 20-fach Digitalzoom).

Der Akku läuft und läuft

Das Reno 2 hat einen 4000 mAh-Akku verbaut, was ganz ordentlich, aber auch nicht mehr aussergewöhnlich ist. Schlussendlich ist aber natürlich wichtig, wie weit die verbaute Batterie reicht. Und hier kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ihr mit dem Reno 2 locker durch den Tag kommen werdet.

Reno 2 Lade-Adapter
Klein ist der Ladeapater nicht. Durch seine quadratische Form aber etwas handlicher als andere.

In meinem Fall hiess das jeweils um 6 Uhr aufstehen und zur Arbeit fahren, um dann abends um 19.15 Uhr wieder zu Hause zu sein. Akkustand? In der Regel über 20 Prozent. Das ist für mich ein guter Wert, zumal ich fast vier Stunden mit dem Zug pendle und das Handy dann natürlich im Dauerbetrieb ist. Oft wird dann parallel gesurft und mit Bluetooth-Kopfhörern Musik gestream, was den Akku ordentlich anzapft. Bluetooth und NFC sind bei mir permanent eingeschaltet, was sicher auch seinen Tribut fordert.

Ihr seht also: Wenn ihr Bluetooth und NFC sowieso nicht eingeschaltet habt und nicht ein Heavy-User wie ich seid, werdet ihr mit einer Akku-Ladung vielleicht sogar mehr als einen Tag auskommen. Solltet das Reno 2 dann wieder Strom benötigen, ist es Dank dem Power-Adapter ruckzuck wieder geladen. Ich habe die Zeit zwar nicht gestoppt, aber es geht so schnell, dass ich das Handy manchmal auch nur eine viertel Stunde ans Ladekabel gehängt habe, um wieder für ein paar Stunden Strom zu haben.

Testfazit zum Oppo Reno 2

Oppo Reno 2 Test-Fazit

Nach einem Testzeitraum von über vier Wochen, kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass das Oppo Reno 2 eines der besten Smartphones in der Preisklasse unter 500 Franken ist. Es liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Huawei P30, das noch etwas die bessere Kamera hat. Dafür muss es sich bei der Akkulaufzeit vom Reno 2 geschlagen geben und auch beim randlosen Display glänzt das Reno 2.

Für mich punktet das Reno 2 vor allem mit folgenden Eigenschaften:

  • Schönes, im Detail durchdachtes Design
  • Eine Makrolinse, die mit dem Ultraweitwinkel kombiniert ist
  • Kamera liefert schöne, natürlich Farben
  • Gute Akkulaufzeit und schnelles Laden

Auch die Geschwindigkeit lässt eigentlich keine Wünsche übrig und die kleinen Differenzen zu einem dreimal teureren Flaggschiff-Smartphone dürften im Alltag nicht auffallen. Müsste ich etwas bemängeln, wäre es wohl die Grösse des Gerätes. Für mich war die okay, weil ich mir grosse Geräte gewöhnt bin. Wer aber eher kleinere Hände hat oder generell ein handlicheres Smartphone bevorzugt, sollte sich das Reno 2 vorher in einem Shop anschauen.

Oppo Reno 2 Test-Fazit

Ansonsten kann ich nur sagen: Wenn dir das Oppo Reno 2 gefällt, kauf es. Du wirst es im Moment schwer haben, ein Smartphone mit ähnlicher Ausstattung zu diesem Preis zu finden.